Zum Inhalt springen

SEO für Handwerker: So bekommt dein Betrieb Aufträge über Google

Kurz gesagt: 94 Prozent der Handwerksbetriebe haben eine Website, sagt Bitkom. Trotzdem holen sich die meisten ihre Aufträge über Empfehlungen, weil die Website bei Google nicht auftaucht oder Besucher nicht zum Anruf bringt. SEO für Handwerker heißt: pro Leistung und pro Ort eine Seite mit Substanz, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen, eine Website, die auf dem Handy in unter drei Sekunden lädt, und Preise, Fotos und Ansprechpartner, die 88 Prozent der Wettbewerber weglassen. Zahlen und Quellen unten.

Wie Kunden heute einen Handwerker finden

Die Empfehlung schlägt das Internet, aber nicht so deutlich, wie viele Meister denken. Bitkom hat 2025 1.004 Menschen gefragt: 83 Prozent holen Rat im persönlichen Gespräch, 26 Prozent schauen auf die Website des Betriebs, 20 Prozent auf Plattformen wie MyHammer, 15 Prozent auf Online-Bewertungen. Entscheidend ist der Satz danach: Für 40 Prozent ist eine fehlende Website ein Ausschlusskriterium, und 55 Prozent finden digitale Angebote wie Online-Terminbuchung attraktiv (Bitkom 2025).

Der Ablauf ist also meist: Nachbar empfiehlt Betrieb, Kunde googelt den Namen, schaut Bewertungen und Website an, ruft an oder eben nicht. Google ist nicht die erste Station, aber die Kontrollinstanz. Und wo keine Empfehlung da ist, weil jemand neu zugezogen ist oder eine seltene Leistung sucht, ist Google die einzige Station.

Eine YouGov-Umfrage mit 2.002 Befragten (2023) kommt auf ähnliche Werte: 37 Prozent nennen Empfehlungen als entscheidende Quelle, 29 Prozent die Online-Recherche, 13 Prozent entscheiden nach Internetbewertungen (baustoffwissen.de).

Die Ausgangslage: fast alle haben eine Website, fast keine funktioniert

Laut Bitkom-Studie „Digitalisierung des Handwerks 2025″ (504 Betriebe) haben 94 Prozent eine eigene Website, 88 Prozent Einträge in Online-Verzeichnissen, 56 Prozent Social Media, aber nur 40 Prozent sind auf Bewertungsplattformen aktiv und nur 37 Prozent schalten Online-Anzeigen. Bei 1.038.126 Handwerksbetrieben in Deutschland (ZDH, Stand Ende 2025) heißt das: Eine Website zu haben, ist kein Vorteil mehr. Eine gute zu haben, schon.

Wie schlecht der Durchschnitt ist, zeigt eine Auswertung von 500 Handwerker-Websites aus fünf Gewerken in fünf Großstädten, darunter Hamburg (Deutsche Handwerks Zeitung, Juli 2025):

  • 88 Prozent ohne jede Preisinformation
  • 78 Prozent ohne Foto von Inhaber oder Ansprechpartner
  • 50 Prozent ohne Kundenbewertungen
  • 85 Prozent ohne häufige Fragen
  • 99 Prozent ohne Online-Terminvergabe
  • Durchschnitt: 2,12 von 9 möglichen Punkten, 69 Seiten mit null Punkten

Das ist deine Konkurrenz. Wer die sieben Punkte unten umsetzt, ist in seiner Stadt fast automatisch vorn.

Die sieben Dinge, die SEO für Handwerker ausmachen

1. Eine Seite pro Leistung

Kunden suchen nicht „Dachdecker“, sie suchen „Dach undicht“, „Dachrinne reinigen“, „Dachfenster einbauen“. Jede dieser Suchen braucht eine eigene Seite mit Überschrift, Text, Fotos und Preisrahmen. Eine Aufzählung auf der Startseite („Unsere Leistungen: Dachdeckung, Dachrinnen, Fenster, Fassade“) rankt für nichts davon. Für einen typischen Betrieb sind das sechs bis zwölf Seiten. Das ist die wichtigste und meist die fehlende Arbeit.

2. Eine Seite pro Ort, den du bedienst

„Elektriker Ahrensburg“ und „Elektriker Bargteheide“ sind zwei Suchen. Eine Standortseite pro Ort, mit dem, was du dort machst, Projekten aus dem Ort, Anfahrt und Einzugsgebiet. Nicht denselben Text mit ausgetauschtem Ortsnamen, das erkennt Google. Zwei bis fünf Orte reichen für die meisten Betriebe, die Details stehen im Leitfaden Lokales SEO.

3. Das Google-Unternehmensprofil als zweite Website

Bei „Sanitär Reinbek“ zeigt Google zuerst die Karte mit drei Betrieben. Da kommst du nur über das Unternehmensprofil rein: richtige Kategorie, alle Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos von Baustellen und Team, und vor allem Bewertungen. Google schreibt selbst, dass mehr und bessere Bewertungen das lokale Ranking verbessern. Das Profil ist kostenlos, und bei vielen Handwerkern bringt es mehr Anrufe als die Website.

4. Bewertungen als Routine, nicht als Zufall

Nach jedem Auftrag eine kurze Nachricht mit dem Bewertungslink. Nicht „Würden Sie uns bewerten?“, sondern „Vielen Dank für den Auftrag. Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns über zwei Sätze bei Google: [Link].“ Zwei bis vier neue Bewertungen im Monat, auf Dauer, schlagen 50 Bewertungen von vor drei Jahren. Und auf jede antworten, auch auf die schlechte.

5. Preise nennen, zumindest als Rahmen

88 Prozent der Wettbewerber tun es nicht. Du musst keine Preisliste veröffentlichen, aber „Dachrinnenreinigung ab 8 Euro pro Meter, Anfahrt im Kreis Stormarn inklusive“ beantwortet die Frage, die jeder Besucher hat, und filtert Anfragen, die eh nichts werden. Nebenbei ist es genau der Inhalt, den KI-Suchen wie ChatGPT und Google AI zitieren, dazu mehr im Artikel GEO Optimierung.

6. Gesicht zeigen

78 Prozent zeigen keinen Ansprechpartner. Ein Foto vom Meister, ein Foto vom Team, ein Satz zu jedem: Das ist für einen Kunden, der Fremde ins Haus lässt, wichtiger als jedes Zertifikat. Echte Baustellenfotos statt Stockbilder von lächelnden Handwerkern mit sauberer Latzhose.

7. Technik: Handy zuerst, Ladezeit unter drei Sekunden

Google bewertet seit 2023 ausschließlich die mobile Version einer Website (Google Search Central, Oktober 2023). Die Grenzwerte, die Google für eine gute Nutzererfahrung ansetzt: Hauptinhalt in 2,5 Sekunden sichtbar (LCP), Reaktion auf Klicks unter 200 Millisekunden (INP), kein Springen des Layouts (CLS unter 0,1), gemessen bei 75 Prozent der Aufrufe (web.dev). Wer das prüfen will, gibt seine Adresse bei pagespeed.web.dev ein. Die häufigsten Bremsen bei Handwerker-Websites: riesige Fotos direkt von der Kamera, Baukastensysteme mit 40 Plugins, kein Caching.

Was das kostet und was es bringt

Für einen Handwerksbetrieb mit sechs Leistungen und drei Orten reden wir über etwa zehn neue oder überarbeitete Seiten plus Profil plus Technik. Als Projekt sind das 2.500 bis 5.000 Euro, als laufende Betreuung 600 bis 1.500 Euro im Monat, Details im Artikel SEO Kosten. Bis die Website für lokale Begriffe rankt, dauert es drei bis sechs Monate, das Profil reagiert schneller. Wer sofort Anfragen braucht, überbrückt mit Google Ads im eigenen Umkreis, bei Handwerkern für 2 bis 4 Euro pro Klick.

Ob sich das rechnet, hängt vom Auftragswert ab. Ein Dachdecker mit 1.500 Euro Durchschnittsauftrag braucht aus zwölf Monaten SEO-Betreuung für 10.000 Euro nur sieben zusätzliche Aufträge, um bei null zu sein. Alles darüber ist Gewinn, und die Rankings bleiben. Ein Schlüsseldienst mit 80 Euro Aufträgen rechnet anders und ist bei Google Ads oft besser aufgehoben.

Wo du dich eintragen solltest, kostenlos

  • Handwerkersuche der Handwerkskammern, für Mitgliedsbetriebe kostenfrei, etwa bei der Handwerkskammer Hamburg und über die bundesweite Suche
  • Google-Unternehmensprofil, Bing Places, Apple Business Connect
  • Gelbe Seiten, Das Örtliche, 11880
  • Innung und Fachverband, wenn sie Mitgliederlisten mit Link führen
  • MyHammer nur, wenn du mit Ausschreibungen arbeiten willst; 11 Prozent der Kunden haben laut Bitkom schon so beauftragt, 31 Prozent haben Interesse

Wichtig: Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch schreiben. Google gleicht das ab.

Was wir für Handwerksbetriebe machen

Wir kommen aus dem Kreis Stormarn und arbeiten für Handwerksbetriebe in Stormarn, Hamburg-Ost und Lübeck: Leistungs- und Standortseiten mit echtem Inhalt, Unternehmensprofil, Bewertungssystem, Technik, und bei Bedarf Google Ads für den Umkreis. Wer sehen will, wie eine solche Standortseite aussieht, findet unsere eigene für Bad Oldesloe. Alles Weitere auf der Seite SEO.

Häufige Fragen

Lohnt sich SEO für einen kleinen Handwerksbetrieb mit zwei Mitarbeitern?

Wenn du mehr Aufträge willst, ja. Wenn du ohnehin drei Monate ausgebucht bist, reicht ein sauberes Google-Profil, damit Empfehlungskunden dich finden. SEO ist ein Werkzeug für Wachstum, nicht Pflicht.

Kann ich das selbst machen?

Das Unternehmensprofil und Bewertungen ja, das ist Fleißarbeit. Leistungs- und Standortseiten, die ranken, brauchen Erfahrung mit Struktur, Texten und Technik. Viele Betriebe machen Profil und Bewertungen selbst und geben die Website ab.

Wie viele Bewertungen brauche ich?

Mehr als die drei besten Wettbewerber in deiner Stadt, und regelmäßig neue. Bei den meisten Gewerken in Stormarn reichen 30 bis 50 gute Bewertungen für Platz 1 bis 3 in der Karte.

Was bringt mehr: Website oder Google-Profil?

Für Anrufe kurzfristig das Profil, für Vertrauen und größere Aufträge die Website. Beides zusammen, das Profil verlinkt auf die Website, die Website bindet die Bewertungen ein.

Muss ich bei MyHammer sein?

Nein. MyHammer ist ein Ausschreibungsportal, bei dem du gegen andere Angebote bietest. Wer über Google direkt gefunden wird, bekommt Anfragen ohne Preiskampf.

Quellen

Die Kosten- und Rechenbeispiele sind Modellrechnungen mit Richtwerten aus unserem Artikel zu SEO Kosten, keine Kundenzahlen. Die Aussage zu 30 bis 50 Bewertungen für die Top 3 in Stormarn ist unsere Beobachtung aus lokalen Suchen, keine Studie.

Kontakt

Wie magst du uns erreichen?Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr

Anrufen0152 33570061 WhatsAppAntwort meist am selben Tag Anfrage schreibenKurzes Formular, kostenlos E-Mailinfo@svgmarketing.de